Online bewerben: Mit Sorgfalt und PDF den Arbeitgeber überzeugen

Mittlerweile ist die Onlinebewerbung gängige Praxis. Entweder werden die Bewerbungen via E-Mail geschickt oder der Arbeitgeber stellt Bewerberformulare auf seiner Homepage bereit. Die Beliebtheit der virtuellen Bewerbung geht soweit, dass die ersten großen Firmen bereits das Bewerbungsgespräch über Videochat führen. Um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, sollten Bewerber sich zuvor entsprechend vorbereiten. 

Social Media und Onlinebewerbung

Bevor die Bewerbung beginnt, ist es unbedingt notwendig, sich selbst über eine Suchmaschine zu suchen und anschließend alles, was ein schlechtes Licht auf einen wirft, zu entfernen oder zu mindestens zu entschärfen. Das eigene Profil in sozialen Netzen sollte nicht nur von Partys erzählen, sondern das eigene Portfolio hervorheben.

Vorteile der Onlinebewerbung

Für die Unternehmen liegt der Vorteil in einer Ersparnis von Zeit und Transaktionskosten. Eigene Bewerberportale geben die Option, standardisierte Fragen zu stellen und entsprechend den Antworten via Algorithmus eine Vorauswahl zu treffen. Für den Bewerber muss dies nicht nur nachteilig sein, auch er spart Kosten, ist nicht auf Briefsendungen, Pünktlichkeit und Wochentag angewiesen. Außerdem lässt sich aus den Fragebogen entnehmen, ob man den Anforderungen des Unternehmens gewachsen ist.

Aufbau einer Onlinebewerbung

Perfekte Rechtschreibung und ein Anschreiben, welches auf das Unternehmen zugeschnitten ist: das sind die zwei Schlüssel zu einer erfolgreichen Bewerbung.

Alle Unterlagen sollten so sortiert sein, wie sie im Lebenslauf aufgelistet sind. Ein Deckblatt ist nicht mehr nötig. Die Onlinebewerbung startet mit

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Referenzen (wenn vorhanden)
  • Zeugnissen

Die E-Mail sollte eine Kurzform des Anschreibens enthalten. Bitte hier unbedingt einen Ansprechpartner ausfindig machen. Im Zweifelsfall hilft es, vor der schriftlichen Bewerbung im Unternehmen anzurufen. Ein Foto ist besonders bei großen Firmen kein Muss mehr. Ob es gefordert wird, ist der Anzeige zu entnehmen oder zu erfragen. Wenn, gehört das Foto oben rechts auf die erste Seite des Lebenslaufes. Wer seine Unterschrift eingescannt hat, sollte sie nur verwenden, wenn sie scharf und gut erkennbar ist. Ein Muss ist dies aber nicht. Sinnvoll ist zudem eine Signatur unter der E-Mailadresse, so hat der potentielle Arbeitgeber die Kontaktdaten ohne Suchen parat. Apropos E-Mailadresse, die sollte selbstverständlich seriös sein.

Tipp für Bewerbungsformulare:

Um jegliche Fehler oder Schreibblockaden zu vermeiden, lohnt es, das Bewerberformular auszudrucken und per Hand auszufüllen, so muss es nur noch abgeschrieben werden. Natürlich sollten auch alle Zeugnisse im PDF-Format vorliegen, so verrutscht die Formatierung nicht.

Abschließend gesagt:

Eine Testmail an die eigene E-Mailadresse hilft, das Ergebnis auf letzte Fehler zu überprüfen. Die Onlinebewerbung per E-Mail sollte eine Größe von maximal fünf Megabyte nicht überschreiten; so klein wie möglich ist am besten. Alle Unterlagen werden bestenfalls als PDF versendet und vor dem Versand möglichst auf Vieren überprüft. Im Grunde ist eine Bewerbung online auch nur eine Bewerbung: Die Sorgfalt bleibt, nur das Format hat sich geändert!