MBA Finanzierung: Das Studium als Investition

Ein Master of Business Administration ist eine lohnenswerte Investition in die eigene Zukunft – sowohl Ihre persönliche als auch Ihre berufliche Entwicklung betreffend. MBA-Studienprogramme können Ihnen neue Karriereoptionen eröffnen, bringen aber oft auch hohe Kosten mit sich. Es kommt also auf eine gute MBA-Finanzierung an

MBA-Finanzierung – eine (teil-)privatisierte Weiterbildung

Insbesondere da MBA-Studiengänge dem Bereich Weiterbildung zugeordnet werden, fallen Sie fast nirgendwo unter gewöhnliche Studiengebührenordnungem. Darüber hinaus werden viele MBA-Studiengänge von privaten oder teilprivatisierten Einrichtungen angeboten, was oft in höheren Kosten resultiert. Summen von ein- bis mehreren zehntausend Euro werden je nach Hochschule verlangt, die genauen Beträge sind auf deren Webseiten, manchmal nur auf Anfrage, zu finden. Sie sollten sich deshalb schon vor Studienbeginn über Optionen der MBA-Finanzierung informieren.

Optionen zur MBA-Finanzierung

Vor-Finanzierung des MBAs: Studienkredite, Bildungsfonds & Co.

Das Versprechen auf hohe Einnahmen in der Zukunft legt zunächst den Gedanken nahe: Als MBA-Student Geld leihen, als MBA-Absolvent zurückzahlen. Entsprechende staatliche und private Studienkredite gibt es in Hülle und Fülle mit teils sehr unterschiedlichen Konditionen. Der KfW-Studienkredit beispielsweise ist eine zinsgünstige Alternative, wird aber nur für MBAs und Weiterbildungs-Master an deutschen Hochschulen gezahlt. Die Fördersumme beträgt monatlich maximal 650 Euro und reicht somit nicht aus, um die gesamten Studienkosten zu decken. Auch das Bafög steht zwar prinzipiell für MBA-Programme offen, wird aber aufgrund von Alters-, Einkommens- und Studiendauergrenzen für viele MBA-Studenten nicht gewährt.

Darüber hinaus bieten Banken und Unternehmen - allen voran CareerConcept und die Deutsche Bildung AG - Kredite aus Bildungsfonds an. Der entscheidende Vorteil hierbei: Die Rückzahlung erfolgt einkommensabhängig und wird daher besonders gern an Studierende mit guten Berufsaussichten vergeben. Aber auch für MBA-Studenten gelten hierbei bestimmte Rahmenbedingungen und Auswahlverfahren. Eine intensive Recherche nach Kreditangeboten und Bildungsfonds bleibt Ihnen in jedem Fall nicht erspart.

MBA und Beruf verbinden: Finanzierung durch den Arbeitgeber

Wer nicht für die ganzen Kosten aufkommen kann, sucht sich „Förderer“, wie zum Beispiel den eigenen Arbeitgeber. Viele Unternehmen haben ein Interesse daran, im Rahmen der Personalentwicklung Ihre Mitarbeiter zu schulen. Ein mögliches Modell ist es, die Kosten für das MBA-Studium zur Hälfte vom Arbeitsgeber tragen zu lassen.

Aber nichts ist geschenkt: MBA-Interessenten müssen eventuell davon ausgehen, dass der Chef ein Wörtchen mitreden möchte bei der MBA-Wahl: am liebsten ein berufsbegleitendes Studium, welches inhaltlich auf die Bedürfnisse der Firma ausgerichtet ist. Außerdem könnte es sein, dass Sie nach Studienabschluss eine gewisse Zeit an das Unternehmen gebunden sind. Auch finanzielle Kürzungen im Gehalt während der Studienzeit sind denkbar. Wer gern bei seiner Firma bleibt, sollte auf jeden Fall das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen.

MBA-Förderprogramme: Stipendien, Förderprogramme & Co.

Am besten ist natürlich eine Finanzspritze ohne Rückzahlung oder andere Einschränkungen: Ein Stipendium zum Beispiel. Auch hier finden sich erstaunlich viele Fördereinrichtungen und Stiftungen – jede mit besonderen Anforderungen an das MBA-Studium oder den Stipendiaten.

Zum Beispiel können Sie sich über den DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) internationale MBA-Programme (teil-)finanzieren lassen. Die Fulbright-Kommission konzentriert sich vor allem auf die Förderung der kostenintensiven MBAs in den USA. Die Haniel-Stiftung bietet Stipendien für wirtschaftsbezogene Aufbaustudiengänge, wozu in der Regel alle MBAs zählen. Die Rotary Foundation bietet unter anderem Finanzierungsmöglichkeiten für alle MBA-Studenten, die Studienprogramme im Rahmen von humanitären Projekten absolvieren.

Die Liste der Förderprogramme wird noch länger durch Stipendien der Business Schools. Diese sind vor allem bei amerikanischen und internationalen MBA-Anbietern üblich, werden in Deutschland aber auch immer häufiger. In jeden Fall greifen die meisten Business Schools das Thema Studienfinanzierung auf und bieten ihren Studenten eine individuelle Beratung. So werden Sie beispielsweise auf spezielle Förderprogramme für Frauen oder für Studenten, die ihr MBA-Studium teilweise oder ganz im Ausland absolvieren, hingewiesen.

MBA-Finanzierung: Gute Recherche ist notwendig

Für die MBA-Finanzierung ist die Höhe der Studiengebühren natürlich von besonderer Bedeutung. Immens hohe Studiengebühren sindjedoch insbesondere bei MBA-Studienprogrammen nicht unbedingt ein Merkmal der besonderen Güte. In jedem Fall gilt es sich vor Studienbeginn ausführlich über die Akkreditierung Ihres Wahl-Studiengangs zu informieren. Denn gerade weil MBA-Programme als Form der Weiterbildung gelten, finden sich in diesem Bereich häufig schwarze Schafe wieder. Hier sind Studiengänge unter Umständen nicht akkreditiert, was bedeutet, dass Ihr Abschluss nicht anerkannt ist. Hochschul-Rankings können darüber hinaus ein Indikator für die tatsächliche Qualität des MBA-Programms sein. Eine sorgfältige Recherche ist in jedem Fall ratsam, damit Ihre MBA-Finanzierung auch zur beabsichtigen Investition in Ihre Karreier wird.

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