Der EMBA hat meine Entwicklung zu einer Führungsperson weiter gefördert

Interview mit Dipl.-Ing. Oliver Bischof, Absolvent des Executive MBA an der RWTH Aachen.

Herr Bischof, weshalb haben Sie sich speziell für diesen Executive MBA entschieden?

Ich habe nach einem Programm gesucht, das meine spezifischen Bedürfnisse am besten trifft, vor allem in den Bereichen Unternehmensführung, Finanzkompetenz und Leadership. Da gab es einige und drei habe ich in die engere Auswahl gezogen. Bei diesem EMBA habe ich mich dann insbesondere der Fokus "Technologie & Innovation" begeistert, da ich als Manager für ein Unternehmen arbeite, das Messgeräte für Forschung und Spitzentechnologien entwickelt. Die RWTH Aachen zählt im Technologiebereich deutschlandweit zu den führenden Universitäten und die Hochschule St. Gallen, an der fünf der Module mit Schwerpunkten im General Management stattgefunden haben, hat das aus meiner Sicht ausgezeichnet ergänzt. Auch die abschließende Studienreise mit Unternehmensbesuchen und Gesprächen mit Firmenführungen im asiatischen Raum fand ich hochinteressant, wobei ich während dieser Reise in meiner Freizeit sogar erstmalig unsere Niederlassung in Beijing besuchen konnte.

Was haben Sie bei diesem EMBA gelernt, das wichtig ist, um nun beruflich erfolgreich zu sein?

Ich habe vorhandene Kenntnisse vertiefen und zu einem besseren, kompletteren Bild zusammenfügen können. Einiges war für mich aber auch völlig neu. Besonders aufschlussreich waren die Module Wertorientierte Unternehmensführung, Produktprogramm, Controlling, Innovations- und Strategiemanagement. Viele der erlernten Fähigkeiten setze ich in meiner täglichen Arbeit ein, vom Coaching-Gespräch mit Mitarbeitern bis hin zu meiner Teilnahme an Strategiemeetings am Unternehmenssitz in den USA.

Wie groß war der Zeitaufwand? Wie haben Sie Beruf und Weiterbildung miteinander vereinbaren können?

Der Zeitaufwand war letztendlich höher als gedacht, was aber auch mit meiner beruflichen Rolle und der dadurch bedingten Reisetätigkeit zu tun hatte. Während der 20 Module ist man an 4 ½ Tagen von 8:00 bis 18:30 nur beim EMBA, dazu kommen Anreise, Abendveranstaltungen und Selbststudium. Da man als EMBA-Teilnehmer immer auch einen anspruchsvollen Job hat, ist man natürlich in den Pausen und auch abends durchgehend damit beschäftigt. Das Delegieren an Mitarbeiter hat bei mir zu Beginn gut geklappt, aber nach einem guten Jahr doch einiges an Wirkung verloren. Auch eine Studienarbeit und natürlich die Masterarbeit waren sehr zeitintensiv, da es wissenschaftlichen Arbeiten sind, die dem Niveau dieses Studiums entsprechen müssen. Das hat dann doch einige Wochenenden gekostet, auch weil man natürlich einen eigenen, hohen Anspruch hat.

Was machen Sie heute, nach dem erfolgreichen Abschluss des EMBA, anders und vielleicht besser?

Meine Perspektive ist ganz sicher eine andere geworden. Ich habe gelernt nicht nur aus meinem eigenen Fachbereich heraus zu denken, sondern das Unternehmen als Ganzes zu berücksichtigen. Die Zusammenarbeit z.B. mit IT, Controlling und Marketing ist dadurch anders und ganz sicher besser geworden – im Endeffekt für beide Seiten. Ich trage aber auch viel mehr und intensiver zu Aspekten wie Strategie und Produktprogramm bei.

Was macht die Qualität dieses EMBA Programms aus?

Ganz bestimmt das Konzept an sich, aber auch eine gute Auswahl an Hauptdozenten. Zum Konzept zähle ich dabei auch die Zusammenarbeit der RWTH Aachen und der Hochschule St. Gallen. Insbesondere alle fünf Schweizer Dozenten, sowie unseren Studiendirektor und die Aachener Professoren Brettel und Piller möchte ich als absolute Spitze hervorheben. Die Dozenten, die von den Kursteilnehmern als nicht angemessen bewertet wurden, werden im Übrigen für den folgenden Jahrgang nicht mehr berücksichtigt, was im Wesentlichen bei uns auch gelungen war. Ein weiterer Qualitätsaspekt waren interessante Unternehmergespräche und modulbegleitende Firmenbesuche, wobei mir insbesondere ein exzellenter Vortrag eines Werksleiters von Brose zu Lean Production und der Besuch im Automobilglas-Werk von Saint-Gobain Sekurit in Herzogenrath in Erinnerung geblieben ist.

Welchen Profit hat Ihr Arbeitgeber von Ihrer Teilnahme am EMBA?

Der EMBA hat meine Entwicklung zu einer Führungsperson weiter gefördert und davon profitiert neben mir persönlich natürlich vor allem mein Arbeitgeber. Aus der Perspektive meines Unternehmens liefere ich jetzt sicher noch höherwertigere Arbeit und kann mit viel weitergehenden Führungsaufgaben betraut werden. Daneben ist für Kollegen und Mitarbeiter sicherlich auch meine Ambition wahrnehmbar, neue strategische Ideen und meine Erkenntnisse aus dem EMBA in Diskussionen und Entscheidungen des Unternehmens einzubringen.

Haben Sie noch regelmäßigen Kontakt zu anderen Studenten, Dozenten oder der Alumni-Organisation?

Unsere Abschlussfeier ist jetzt ja gerade 3 Monate her. Da gibt es natürlich noch einiges an Email-Austausch sowie ab und an Telefongespräche, vor allem mit den Kommilitonen. Am Sonntag gab es auch ein nachmittägliches Treffen zum Zwiebelkuchen, allerdings nur unter Beteiligung einiger Teilnehmer aus dem näheren Umkreis. Ein Jahrgangstreffen wünschen wir uns aber alle sehr und ich gehe davon aus, dass wir kein Jahr damit warten werden, es zu organisieren. Der Kontakt zu den Dozenten ist leider nicht wirklich da, obwohl ich zumindest von zwei Kommilitonen gehört habe, die Interesse an einer konkreten Zusammenarbeit hatten.

Was sollten künftige Studenten über diesen Studiengang unbedingt wissen?

Dass es toll ist, ihn zu absolvieren! Man lernt fantastische Leute kennen, die man nie mehr vergisst und macht großartige Erfahrungen, sowohl auf persönlicher Ebene, aber auch entscheidende für die berufliche Entwicklung. Man sollte sich privat jedoch unbedingt gut absprechen, denn eine gewisse Leidensfähigkeit von Partnern und Familie ist leider nicht zu umgehen. Aber auch ein EMBA ist kein Ponyhof.

Hat Ihnen der EMBA bei Ihrer Karriere geholfen?

Ja, unbedingt. Ich bin unmittelbar nach Abschluss des 20. Moduls und noch vor der Zeugnisübergabe zum Direktor befördert worden und verantworte jetzt alle Vertriebsaufgaben des Unternehmens in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Das ist eine absolut anspruchsvolle, aber wirklich schöne neue Rolle.

Sie möchten nähere Informationen zur Hochschule und zum EMBA-Programm erhalten? Die RWTH Aachen stellt sich und ihren Executive MBA auf der MBA Lounge vor.

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